E-Mobilität Förderungen
Infos & Aktuelles

E-Mobilität-Förderungen

Um die Mobilität nachhaltiger zu gestalten gibt es in Österreich die Möglichkeit, Förderungen für E-Mobilität zu beziehen. Diese unterscheiden sich in der Höhe, in der Art des angekauften Fahrzeugs und ob eine Privatperson oder Unternehmen einen Antrag stellt. Die Höhe der Förderungen hat sich von 2020 auf 2021 in manchen Bereichen verändert. Im folgenden Beitrag erhalten Sie alle wichtigen Infos zum Thema E-Mobilität-Förderungen.

Kraftfahrzeug - Förderungen für Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine

Gegenstände der Förderungsaktionen sind Fahrzeuge mit Elektro-, Brennstoffzellen- sowie Plug-In-Hybrid-Antrieben. Wichtig ist, dass folgende Auflagen erfüllt sind:

Welche Mindestreichweite & Welche Mindestbehaltedauer?
Reichweite über 50km & 48 Monate
Welche Brutto-Listenpreis Obergrenze?
PKW: maximal 60.000 Euro & LNF: keine
Aus welchen Quellen muss der Strom stammen?
Aus 100% erneuerbaren Energieträgern

Bitte beachten Sie, dass alle angegebenen Förderungen bis zum 31. März 2022 gültig sind. Wichtig ist, dass es auch Landesförderungen, sowie Förderungen auf Gemeindeebene gibt. Die Förderungen können pro Bundesland sehr unterschiedlich ausfallen. 

Förderungen in der Höhe von 4.000 Euro netto (2.000 Euro von Automobilimporteuren und 2.000 Euro vom Bundesministerium) gibt es für:

  • Elektroauto mit Batterie (BEV)
    Ein vollelektrisches Fahrzeug wird von einem batteriebetriebenen Elektromotor angetrieben und benötigt daher keinen fossilen Kraftstoff. Das bedeutet, dass es lokal zu 100% emissionsfrei (Antrieb erfolgt ausschließlich über elektrische Energie) ist. Der Akku wird über externe Netzteile geladen.
  • Elektroauto mit Brennstoffzelle (FCEV)
    Ein Brennstoffzellenauto fährt ausschließlich mit einem Elektromotor. Hier wird der Strom mit Wasserstoffbrennstoffzellen erzeugt, indem Wasserstoff mit Sauerstoff kombiniert wird. Auch ein Auto mit Brennstoffzelle ist lokal zu 100% emissionsfrei.

 

Förderungen in der Höhe von 2.000 Euro netto (1.000 Euro von Automobilimporteuren und 1.000 Euro vom Bundesministerium) gibt es für:

  • Plug-in Hybrid (PHEV)
    Plug-In-Hybrid-Fahrzeug haben einen Verbrennungsmotor und einen batteriebetriebenen Motor und können hohe Geschwindigkeiten (bis zu 130 km/h) und längere Strecken (ca. 40 km) ausschließlich mit Strom fahren. Sollte die Leistung nicht ausreichen, lädt der Verbrennungsmotor die Batterie auf.

 

Förderungen in der Höhe von 12.500 Euro netto (2.000 Euro von Automobilimporteuren und 10.500 Euro vom Bundesministerium) gibt es für:

  • Leichte Nutzfahrzeuge (LNF)
    Ebenfalls förderfähig sind leichte Nutzfahrzeuge. Das zulässige Gesamtgewicht dieser Nutzfahrzeuge liegt bei 3,5 Tonnen.

Wie wird die Ladeinfrastruktur gefördert?

Nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern auch die Ladeinfrastruktur wird gefördert. Dabei wird unterschieden, ob die E-Ladeinfrastruktur öffentlich zugänglich ist (zum Beispiel ein Supermarkt-Parkplatz) oder nicht (zum Beispiel auf einem privaten Firmengelände). 

 

a) Öffentlich zugängliche E-Ladeinfrastruktur

  • 2.500 Euro netto Förderung gibt es für: AC-Normalladepunkt mit mindestens 11 kW bis ≤ 22 kW pro Ladepunkt

    Der Akku von E-Fahrzeugen wird mit Gleichstrom (DC) betrieben, allerdings gibt es auch Ladepunkte mit Wechselstrom (AC). Wenn man mit AC lädt, dann wird der Strom von einem On-Board-Ladegerät in Gleichstrom umgewandelt, da ansonsten keine elektrische Energie beim Aufladen entsteht. AC-Laden ist in der Regel bei allen Elektrofahrzeugen möglich und nimmt aufgrund der niedrigeren Stromübertragung mehr Zeit in Anspruch als DC-Laden. AC-Laden ist nicht nur an öffentlichen Ladepunkten, sondern auch zu Hause über eine Steckdose oder eine Wallbox möglich.

  • 15.000 Euro netto Förderung gibt es für: DC-Schnellladepunkt mit < 100 kW pro Ladepunkt

    Die Förderhöhe erhöht sich beim DC-Schnellladepunkt mit weniger als 100 kW. Das hat den Grund, dass diese nicht nur in der Anschaffung teurer sind, sondern auch von Langstrecken-Fahrern genutzt werden. Wer hauptsächlich öffentliche Ladestationen nutzt und lange Strecken auf der Autobahn zurücklegen muss, ist die perfekte Zielgruppe für DC-Laden. An großen Hauptverkehrsadern gibt es bereits Ladeparks, die mit Schnellladern und Hochleistungsladern ausgestattet sind. 

  • 30.000 Euro netto Förderung gibt es für: DC-Schnellladepunkt mit ≥ 100 kW pro Ladepunkt

    Noch mehr Förderung gibt es für den Hochleistungsschnellladepunkt mit mehr als 100 kW. Zur Veranschaulichung: Mit 300 kW Ladeleistung kann man ein E-Auto für eine Strecke von 100 Kilometern in nur fünf Minuten aufladen.
    Fördervoraussetzung: Jeder Ladepunkt muss in das E-Control Register eingetragen werden und sämtliche Preise für das Laden müssen transparent ausgewiesen werden. Für eine nachvollziehbare und transparente Abrechnung des Ladestroms ist die Maßeinheit Kilowattstunde (kWh) zu verwenden.

b) Nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur

Für Ihre betriebliche Ladeinfrastuktur, die nicht öffentlich zugänglich ist, gelten andere Voraussetzungen. Das ist unter anderem in der Höhe der Förderungen erkennbar:

  • 900 Euro netto Förderung: AC-Normalladepunkt mit ≤ 22 kW (intelligent und OCPP-fähig)

  • 4.000 Euro netto Förderung: DC-Schnellladepunkt mit < 50 kW

  • 10.000 Euro netto Förderung: DC-Schnellladepunkt mit ≥ 50 kW aber weniger als 100 kW 

  • 20.000 Euro netto Förderung: DC-Schnellladepunkt mit ≥ 100 kW

Fördervoraussetzung: Die betriebliche Ladeinfrastruktur ist unabhängig vom Fahrzeugkauf förderfähig, muss aber von einem konzessionierten Elektrofachbetrieb installiert und bei ≥ 3,6 kVA beim Netzbetreiber gemeldet werden. Weiters muss die Ladeinfrastruktur kommunikationsfähig und in ein Lastmanagement integrierbar sein. Gerne können Sie sich bei unserem Kooperationspartner MOON genauere Infos zum Thema Förderungen von Ladeinfrastruktur holen.

Detaillierte Informationen finden sich auf den Seiten der Umweltförderung.

https://www.oesterreich.gv.at/themen/bauen_wohnen_und_umwelt/elektroautos_und_e_mobilitaet/Seite.4320020.html

Weitere Informationen:

Wie kann ich mich registrieren?

Zunächst ist wichtig, dass die Registrierung und die Einreichung der Förderungsanträge ausschließlich online möglich ist. Folgende Formulare stehen dafür zur Verfügung:

Die Frist zur Registrierung läuft bis längstens 31.3.2022. Allerdings ist dieser Zeitpunkt abhängig von den zur Verfügung stehenden Budgetmitteln. Den aktuellen Status des Budgets können Sie unter folgendem Link nachlesen:


Nachdem Sie sich erfolgreich registriert haben, ist es notwendig, dass der Antrag innerhalb von 24 Wochen gestellt wird. Bitte beachten Sie, dass die Rechnung zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als sechs Monate sein darf.

Weiterführende Infos finden Sie unter diesem Link:

Sie benötigen Unterstützung?

Wenn Sie zum Thema Förderungen noch weitere Informationen benötigen, dann zögern Sie bitte nicht unsere Experten im Key Account Team zu kontaktieren. Gemeinsam finden wir die optimale Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse.